Ab 2019 weniger Beiträge für die Arbeitslosenversicherung

Arbeitnehmer und Arbeitgeber sollen insgesamt um 6 Milliarden entlastet werden. Der Beitragssatz reduziert sich auf 2,6 Prozent und befristet, per Verordnung um weitere 0,1 Prozent bis 2022. Damit gilt ab 01.01.2019 ein Beitragssatz von 2,5 %.

Auch die Beiträge zur Krankenversicherung sinken 2019

Ab Januar 2019 werden die die Zusatzbeiträge bei der gesetzlichen Krankenversicherung wieder zu gleichen Teilen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern beziehungsweise der Rentenkasse bezahlt. Damit müssen die Zusatzbeiträge nicht mehr allein von den Versicherten bezahlt werden. Der allgemeine Beitragssatz von 14,6 % bleibt allerdings unverändert.

Ein besonderer Vorteil ergibt sich für Kleinselbständige, also hauptberuflich Selbständige. Deren Mindestbeitrag halbiert sich auf 171 €.

Beiträge der Pflegeversicherung steigen

… um 0,3 %. Damit kommen für Arbeitnehmer mit Kind 2,85 Prozent zum Abzug. Deswegen zahlen Angestellte 1,425 Prozent statt bisher 1,275 Prozent.

Hervorragende Änderungen für Midijobs in 2019

Die Rentenreform 2019 weitet die Gleitzone bei den Arbeitsentgelte von 450,01 Euro bis 1.300 Euro (bisher 850 Euro) für sozialversicherungspflichtige Beschäftigungen aus.

Die wichtigste Änderung dabei ist, dass  Midijobber trotzdem die gleichen Rentenansprüche erwerben, als hätten sie den vollen Arbeitnehmeranteil in die Rentenversicherung einbezahlt. Denn die Entgeltpunkte werden nicht mehr aus dem fiktiven reduzierten beitragspflichtigen Entgelt ermittelt.

Änderungen 2019 bei Minijobs

Beschäftigungen sind dann Minijobs, wenn sie geringfügig entlohnt werden mit regelmäßig nicht mehr als 450 Euro im Monat und maximal 5.400 Euro im Jahr. Aber, ein Minijob kann auch mit einer zeitlichen Begrenzung ausgeübt werden. Kriterium hierfür ist nicht der Verdienst, sondern dass die Beschäftigung kurzfristig und innerhalb bestimmter Zeitgrenzen ausgeübt wird.

Für das Jahr 2018 gelten noch Zeitgrenzen von drei Monaten oder 70 Arbeits­tagen, an denen der Minijob ausgeübt wird. Ab 2019 gelten wieder die Zeitgrenzen von zwei Monaten oder 50 Arbeitstagen wie vor dem Jahr 2015. ­Wer innerhalb der Zeitgrenzen bleibt, übt einen Minijob aus, der vollständig beitragsfrei ist – auch für den Arbeitgeber. Der Verdienst spielt keine Rolle.